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Erste Blüten und Beginn der Balz

14.02.2018

Langsam werden die Tage länger und Vorboten des Frühlings sind zu entdecken: Im Februar strecken die ersten Frühblüher ihre Blütenköpfe hervor und Waldkäuze beginnen schon mit der Balz. Auch die Pollensaison wird durch die Erlen- und Haselnussblüte eröffnet.

Im Wintermonat Februar ist der Frühling bereits zu ahnen: Sobald der frostige Griff des Winters nur ein wenig nachlässt, beginnen im sogenannten Vorfrühling die ersten Kohl- und Blaumeisen zu balzen, die Pollensaison eröffnet die Erlen- und Haselnussblüte und Kammmolche, Gras- und Springfrösche machen sich auf zu ihren Laichgewässern. Kehren Frost und Schnee zurück, sitzen die Lurche mitunter in eisigem Wasser zwischen Eisschollen.

In der angenehmen Mittagssonne genießen Amseln auf Baumwipfeln Wärme und tanken wie sonnenhungrige Skitouristen Licht, daneben baden Blaumeisen mit rudernden Flügelbewegungen im Schnee auf Tannenzweigen. Solange Pfützen und Vogeltränken gefroren sind, picken Vögel Schnee auf anstatt zu trinken.

Die ersten Kurzstreckenzieher wie Stare kehren in ihre Brutgebiete zurück. Mitten in der Stadt fallen sie abends zum Schlafen in efeuberankte Mauern ein und pfeifen, quietschen und schwatzen dort die halbe Nacht. Einige Vogelarten nutzen den Februar bereits zur Brut. Im Gebirge sitzen die ersten Kolkraben und Bartgeier auf den Eiern und im Tiefland balzen schon Schleiereule und Waldkauz.

Als eine der häufigsten Eulenarten sind Waldkäuze weit verbreitet und bewohnen neben Wäldern auch Parkanlagen und Friedhöfe. Die braune Eule mit dem großen runden Gesicht und etwa einem Meter Spannweite hat einen langen Speiseplan. Neben Mäusen, anderen Kleinsäugern, Fröschen, Regenwürmern und Fischen, die allesamt vorwiegend im Sommer erbeutet werden, kann sie im Winter auf Kleinvögel umstellen, die abends am Schlafplatz erbeutet werden. In Städten sind das vor allem Tauben, Grünfinken, Amseln und Sperlinge. Das ganzjährig gute Nahrungsangebot ermöglicht Waldkäuzen bereits im Vorfrühling zu brüten oder zumindest zu balzen.

In der Abenddämmerung kann man in Parks, Friedhöfen oder am Waldrand schon von weitem den schaurig-schönen Ruf des Waldkauzmännchens hören. Sie haben ihn bestimmt schon in einem alten Kriminalfilm gehört: Jedes mal, wenn ein vom Nebel umwabertes Schloss bei Vollmond zu sehen ist, erklingt als Hintergrundmusik ein unheimlicher Eulenruf. In den meisten Fällen wird dann der Balzruf des Waldkauzes eingeblendet, mit dem der Kauz um sein Weibchen wirbt.
Die Zeit langer Winternächte geht im Februar zu Ende, zu Lichtmess (2. Februar) scheint die Sonne bereits wieder bis fast halb sechs Uhr abends. Viele Regionen feiern im Februar das Ende der kalten, harten Jahreszeit mit alten Fastnachtsbräuchen.
Mit den Sonnenstrahlen strecken die ersten Frühblüher ihre Blütenköpfe hervor, die bei früh fliegenden Bienen und Hummeln als willkommene Pollenspender hoch im Kurs stehen. Die gelben Blütensterne des Winterlings stehen jetzt oft zu Hunderten in Vorgärten, daneben Schneeglöckchen, Krokusse und an Wegrändern blüht der Huflattich.

Fast jedes Fleckchen unbedeckter Erde an Wegrändern, Böschungen und Dämmen besiedelt der Huflattich als Pionier. Nach den Insekten profitieren Vögel von seinen weißen Samenständen. Schauen Sie genau hin: Erst nach den gelben, nach Honig duftenden Blüten erscheinen die handtellergroßen, herzförmigen Blätter. Sie sind leicht an ihrem mehltauartigen Überzug erkennbar.

Huflattich ist eine Kräuter- und Heilpflanze. Hustentees, Halspastillen und Rachenbonbons enthalten seine Wirkstoffe. Dazu werden die Blätter im Mai und Juni gesammelt und getrocknet. Aus den jungen, nussig schmeckenden Blättern lässt sich ein leckeres Gemüse zubereiten. Huflattich sollte aber wegen schädlicher Nebenwirkungen nicht in größeren Mengen verzehrt und nicht dauerhaft als Heilmittel eingenommen werden.

 

Natur des Jahres 2018

14.02.2018

Vogel des Jahres: Star

Wildtier des Jahres: Wildkatze

Lurch des Jahres: Grasfrosch

Fisch des Jahres: Dreistacheliger Stichling

Insekt des Jahres: Gemeine Skorpionsfliege

Schmetterling des Jahres: Großer Fuchs

Libelle des Jahres: Zwerglibelle

Wildbiene des Jahres: Gelbbindige Furchenbiene

Spinne des Jahres: Fettspinne

Einzeller des Jahres: Tintinnen (Wimpertiere)

Höhlentier des Jahres: Schwarzer Schnurfüßer

Gefährdete Nutztierrasse des Jahres: Altwürttemberger Pferd

Baum des Jahres: Esskastanie

Blume des Jahres: Langblättriger Ehrenpreis

Orchidee des Jahres: Torfmoosknabenkraut (Torfmoos-Fingerwurz)

Pilz des Jahres : Wiesen-Champignon

Flechte des Jahres: Fransen-Nabelflechte

Moos des Jahres: Echtes Apfelmoos

Gemüse des Jahres: Steckrübe

Heilpflanze des Jahres: Ingwer

Arzneipflanze des Jahres: Andorn (Mutterkraut)

Giftpflanze des Jahres: Rizinusbaum

Staude des Jahres: Taglilie

Boden des Jahres: Alpiner Felshumusboden

Flußlandschaft des Jahres: Lippe

Waldgebiet des Jahres : Wermsdorfer Wald (Nordwest-Sachsen, östl. Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stachelhäuter suchen Winterquartiere

08.11.2017

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Igel

Für Igel heißt es derzeit „Futtern was das Zeug hält“. Denn bis die Temperaturen dauerhaft um den Gefrierpunkt liegen und sich auch die letzten die Tiere zum Winterschlaf zurückziehen, müssen sie sich den notwendigen Fettvorrat anfressen. Viele Igelfreunde fragen sich, was man im Herbst mit aufgefundenen und vermeintlich hilflosen jungen Igeln tun soll. Gerhard Eppler, Landesvorsitzendes des NABU Hessen, rät dazu, die Tiere nicht einfach mitzunehmen: „Jungigel haben im Freiland wesentlich bessere Überlebenschancen, als viele meinen.“ Anhand einiger Tipps erkennen Finder rasch, ob Hilfe nötig ist und wie sie am besten eingreifen können.

Igel gehören zu den bekanntesten und beliebtesten heimischen Tieren überhaupt: Sie sind putzig, wirken behäbig und sind Dank ihres Stachelkleides dennoch wehrhaft. Im Herbst suchen sie sich ein behagliches Versteck für ihren Winterschlaf. Als letztes verkriechen sich junge Igel ab Anfang November im Laub. Sie brauchen mehr Zeit als ihre Eltern, um sich ein ausreichendes Winterschlafgewicht anzufressen. Wenigstens 500 Gramm sollte ein junger Igel wiegen, um den ersten Winter aus eigener Kraft zu überstehen. In den kühler werdenden Tagen sind Igel entgegen ihren sonstigen Gewohnheiten auch tagsüber aktiv. „Die Tiere fressen sich ihren Winterspeck an und legen dabei bis zu 50 Gramm pro Woche zu. Die Nächte reichen für die Futtersuche alleine nicht aus“, erklärt der Biologe Eppler.

Eine zu große Sorge um die Stachelhäuter ist allerdings unbegründet. Erst mit einem größeren Kälteeinbruch besteht für untergewichtige oder herumirrende Tiere die Gefahr, für den Winterschlaf nicht ausreichend gerüstet zu sein. Im Zweifel sollte man junge Igel einige Zeit beobachten oder vor Ort mit etwas hingestelltem Hunde- bzw. Katzentrockenfutter unterstützen. Igel dürfen auf keinen Fall mit Milch gefüttert werden. Der Milchzucker führt bei ihnen zu schmerzlichen Koliken und krank machendem Durchfall. Junge Igel können daran sterben.

Wenn die Bodentemperaturen langfristig auf null Grad und darunter sinken, ziehen sich Igel komplett zurück. Erst zu dieser Zeit sollten noch herumstreunende Igel, die einen kranken oder untergewichtigen Eindruck machen, aufgenommen und in sachkundige Hände bei Igelstationen oder Tierheimen abgegeben werden. Fast alle aufgefundenen Igel leiden unter inneren Parasiten, die sich unter Pflegebedingungen sogar vermehren und gegen die sie behandelt werden müssen. Verletzte Igel sind am besten beim Tierarzt oder in einer Igelstation aufgehoben. Die medizinische Behandlung ist in der Regel kostenlos.

Igeln ist am besten mit einer naturnahen Gestaltung des Gartens geholfen. Ein naturfreundlicher Garten bietet nicht nur gute Versteckmöglichkeiten in Laub- und Reisighaufen, sondern mit Regenwürmern, Schnecken und Käfern auch viel geeignete Igelnahrung. Eine selbst gebaute „Igelburg“ bietet den Tieren ein optimales Winterquartier. Sie besteht aus einem einfachen Holzkasten, der mit ausreichend Laub und Reisig überdeckt wird. Für Kinder ist das Bauen einer Igelburg eine spannende Naturschutzaktion.

 

 

Bunter Gaukler sucht Winterquartier

08.11.2017

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C-Falter

Wenn die Tage langsam kürzer werden, die Sonne sich rar macht und dicke Nebel über Wiesen wabern, ist dies ein untrügliches Zeichen des nahenden Herbstes. Der Herbst ist nicht nur die Zeit, in der viele Pflanzen ihr Wachstum drosseln, Säugetiere sich auf ihren Winterschlaf vorbereiten und Menschen den warmen Kamin der Terrasse vorziehen, sondern auch die Zeit, in der die bunten Gaukler des Sommers, die Schmetterlinge, sich auf den kommenden Winter vorbereiten. Um die kalte und dunkle Jahreszeit zu überstehen, haben Schmetterlinge unterschiedliche Strategien entwickelt. Während einige Gaukler, fast wie Zugvögel, eine lange und gefährliche Reise gen Süden auf sich nehmen, überwintern andere Falter hierzulande in verschiedenen Entwicklungsstadien. So findet sich etwa die Raupe des „Kleinen Feuerfalters“ im Winter gerne auf Blättern von verschiedenen Ampferarten. Andere Falter wiederum, darunter der „C-Falter“, der an einem hellen „C“ auf den Flügeln zu erkennen ist, verbringen den Winter als adulte Tiere im Verborgenen in den Scharten von grober Baumrinde.

Manche Schmetterlinge kommen als Puppe durch die frostige Jahreszeit. Um die bunten Gaukler mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen begrüßen zu können, sollten Gartenbesitzer ihren Garten deshalb vielseitig gestalten, da er so ausreichend Winterquartiere für die Schmetterlinge bereithält.

Häufig finden sich immer wieder Schmetterlinge, die mit den letzten Sonnenstrahlen durch geöffnete Fenster, Türen und Dachluken in Gebäude geflattert sind. Handelt es sich um Räume, die auch im Winter nicht beheizt werden oder um Dachböden, Keller oder Schuppen, so sollten die Tiere dort einfach belassen werden. Schmetterlinge können unproblematisch in unbeheizten Räumen überwintern und richten keinen Schaden an. Sehr viel problematischer verhält es sich, wenn die Schmetterlinge in Räumen gefunden werden, die beheizt werden müssen. Dann sollten sie sehr vorsichtig – etwa mit einem umgestülpten Glas und einem Blatt Papier – aufgenommen und umgesetzt werden. Sitzen die Tiere beispielsweise in einer Gardine, so ist es fast unmöglich, sie zu entfernen, ohne sie zu verletzen, weil die dünnen Beinchen zumeist Schaden nehmen. Nach der Entfernung sollten die Schmetterlinge dann in einen kühlen Raum gebracht werden. Voraussetzung für diesen alternativen Überwinterungsplatz ist allerdings, dass er bereits im zeitigen Vorfrühling wieder geöffnet wird, damit die Schmetterlinge ausfliegen können. Denn so mancher in guter Absicht auf einen kühlen Dachboden gebrachte Falter stirbt im Frühjahr, weil er keinen Ausschlupf findet.





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