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Bioweihnachtsbäume auf dem Stiftungshof

04.12.2017

Um Weihnachtsbäume zu supergünstigen Preisen verkaufen zu können, werden im konventionellen Anbau häufig Unkrautvernichter wie das berüchtigte Glyphosat eingesetzt, aber auch gegen Schädlinge werden die Bäume gespritzt. Dadurch sind die Flächen häufig biologisch verarmt.

In den Biokulturen dagegen wird das Wildkraut abgemäht und keine chemischen Bekämpfungsmittel eingesetzt. Hier können sich in den Jahren natürliche Lebensgemeinschaften entwickeln, die sich harmonisch in die umgebenden Wälder einfügen.

Wer sich einen Biobaum ins Wohnzimmer holt, kann sich an dem natürlichen Raumklima erfreuen. Auch Kleinkindern schadet der direkte Kontakt mit dem Baum nicht, und wenn die Katze es sich darunter gemütlich macht, muss man nicht mit Nebenwirkungen rechnen.

Ab dem 15.12. gibt es auf dem Stiftungshof in Iserlohn- Kalthof zertifizierte Bio- Weihnachtsbäume zu kaufen. Verantwortlich für den Verkauf ist Doris Hachmann. mit ihrer Firma "Gestalten mit Pflanzen"

Öffnungszeiten ab dem 15.12.:
wochentags ab 15:00,
Samstag und Sonntag ab 10:00 Uhr.

Gerne können Sie sich bei Ihrem Besuch auf dem Schafhof umsehen und über die Angebote der Naturschutzvereine informieren.

Weitere Informationen gibt es unter www.bioweihnachtsbaum.info.

Fragen und Bestellungen bitte unter 0151 21727695 oder per email an dhachmann@gmx.net.

Laubfall - Zeit der Farbenvielfalt

08.11.2017 - Blätter sind jetzt noch einmal hochaktive „Chemielabore“

Herbstzeit ist Laubzeit. Einige sehen im Blätterregen eine Belastung - Gartenbesitzer holen Harken aus dem Schuppen und Autofahrer müssen jetzt beson­ders achtsam auf glitschigen Landstraßen sein. Der Naturschutzbund NABU weist dagegen auf die wunderschöne Farbenpracht hin, mit der sich die Natur von der Vegetationsperiode verabschiedet. Schon bevor der Frost die Stoffkreisläufe in den Blättern stoppt, beginnt in ihnen der Abbauprozess als Vorbereitung auf den Winter. Die abnehmenden Tageslängen steuern diesen Prozess. Die Blätter sind kurz vor der Winterruhe noch höchst aktive Chemielabore. Die grünen Chlorophylle, eine Art ‘Sonnenkollektor’ der Pflanzenzellen, werden jetzt nicht mehr gebraucht. Beim Abbau müssen die Pflanzen jedoch sehr vorsichtig zu Werke gehen, denn Chlorophylle sind reaktive Verbindungen, die andere Zellbestandteile an­greifen können.

Wenn das Chlorophyll abgebaut ist, kommen die Carotinoide zum Vorschein, die vorher vom Blattgrün überdeckt wurden. Sie färben die Blätter so prächtig herbstlich, wie es Dichter, Maler und Fotografen immer wieder versucht haben einzu­fangen.Carotinoide machen die Blätter gelb, rote Farbtöne entstehen durch Anthocyane, und braune Tönungen durch wasserlösliche Farbstoffe, die erst nach dem Absterben der Blätter auftreten. Die Abbauprodukte werden von den Bäumen wiederverwertet. In Rinde, Holz oder Wurzeln zwischengelagert, dienen sie im nächsten Frühjahr als Treibstoff bei der Bildung neuer Blätter.

Zwischen dem Zweig und der Basis des Blattstiels wird im Herbst eine Trennschicht aus Kork gebildet. Beim nächsten Windstoß trudelt das Blatt zum Boden und dient Abertausenden von winzigen Tierchen und Bakterien als Nahrung. Viele Kleintiere be­völkern die Laubstreu. Von den gut zu beobachtenden Asseln, Schnur- und Tausend­füßlern bis hin zu winzigen Laubzersetzern - den Destruenten. Sie zerlegen die Blätter wieder in die ursprünglichen Mineralstoffe, aus denen der Baum sie mit Hilfe der Sonnenenergie vor einem Jahr gebaut hat: ein perfekter Kreislauf.

Für die Natur ist der Laubfall deshalb sehr wichtig. Auch dient die Laubschicht als Puffer vor den Einwirkungen durch das Klima. Unter dem Laub ist der Boden vor Austrocknung weitgehend geschützt, Hagel- und Regenschlag können die empfindliche Humusdecke nicht zerstören und auch die zerstörerische UV-Strahlung der Sonne wird durch die alten Blätter gebremst.

Das Laub schützt aber nicht nur den Lebensraum Boden. Der NABU rät, Laub liegen zu lassen und nicht aus dem „Ökosystem Garten“ zu entfernen. Das Herbstlaub zu Haufen zu­sammenzukehren und es liegen zu lassen ist wenig schädlich. Dadurch gibt man Igel, Schmetterlingen und andere Gartenbewohnern eine Chance und einen Lebensraum.

 

So wird der Garten winterfest

08.11.2017

Die Tage werden kürzer und die ersten kalten Nächte kündigen den nahenden Winter an. Im Garten gilt es nun, diesen „winterfest“ zu machen und dabei gleichzeitig die Grundlagen für ein gutes nächstes Gartenjahr zu legen.

Nicht nur wir verkriechen uns gerne unter einer warmen Decke, auch die Tier- und Pflanzenwelt benötigt Schutz vor zu großer Kälte. Da trifft es sich gut, dass im Garten in großen Mengen Laub und anderes totes Pflanzenmaterial anfällt. Die angefallenen Blätter dienen dem Boden unter empfindlichen Bäumen und Sträuchern als Isolierung gegen Frost. Vor allem flachwurzelnde Pflanzen wie Johannis- und Stachelbeeren können so einen Schutz gut gebrauchen. Wer seine Pflanzen im Kübel hat, kann sie mit Jute und Laub oder Tannenzweigen gegen Kälte schützen. Dabei sollte nicht nur die Pflanze, sondern auch der Topf eingepackt werden.

Laub- und Reisighaufen anlegen

Laub, das nicht zur Abdeckung von Pflanzen benötigt wird, sollte auf einen oder mehrere Haufen zusammengerecht werden. Dies ist eine einfacher und wirkungsvoller Weg, die Natur im Garten willkommen zu heißen. Igel, verschiedene Insekten, Mäuse, Kriechtiere und Lurche können sich hier einfinden und den Winter verbringen. Oft nutzen die Tiere den Laubhaufen noch weit bis ins Frühjahr hinein. Man braucht es also nicht eilig haben, ihn wegzuräumen.

Jetzt im Herbst werden an frostfreien Tagen Bäume und Sträucher beschnitten und so von Totholz, kranken Ästen und zu dicht gewachsenen Zweigen befreit. Der Herbstschnitt lässt sich hervorragend zu einem Reisighaufen für Tiere zusammenlegen oder aber als unterste Schicht in einem Hochbeet nutzen. Diese Beetform wurde von Hügelbeeten abgeleitet und bietet mehrere Vorteile. Zum Einen muss man sich nicht nach unten bücken – das ist nicht nur für ältere Gärtner und Gärtnerinnen vorteilhaft. Zum Anderen ist das Hochbeet wärmer; die Sonne scheint von Ost und West auf die Flanken des Beetes und erwärmt es so früher. In Kombination mit dem schichtartigen Aufbau im Inneren des Beetes wird die Ernte so reichhaltiger und zieht sich länger in das Jahr hinein. Hochbeete eignen sich hervorragend zum Gärtnern auf unwirtlichem Boden, da das Gemüse oder Obst nicht mit dem eigentlichen Boden in Berührung kommt. Wer jetzt ein Hochbeet anlegt, der kann schon sehr früh ernten, denn die Hochbeete fungieren ebenso als Frühbeetkasten.

Stängel als Insekten-Winterquartiere

Der Herbst ist auch Pflanzzeit. Wer seinen Garten um ein Staudenbeet für Wildbienen, Vögel und Co. erweitern möchte, hat nun letzte Gelegenheit. Wie wäre es mit einem Sandbeet oder mit einem Beet für nachtblühende Pflanzen und somit für Fledermäuse? Wichtig bei der Pflege bestehender Beete: die abgeblühten Stauden bitte nicht im Herbst schneiden, sondern erst im Frühjahr. Das ermöglicht vielen Insekten, in den hohlen Stängeln und den Blattachsen zu überwintern – und hilft übrigens wesentlich mehr Arten als die üblichen „Insektenhotels“.

Auch Gehölze können jetzt noch gepflanzt werden. Diese bilden im Herbst noch Feinwurzeln aus und sind so im Frühjahr gleich startklar. Wer Vögeln, Säugetieren und Insekten helfen möchte, kann heimische, fruchttragende Gehölze wie Kornelkirsche, Weißdorn, Kreuzdorn, Wildrosen, aber auch Haselnüsse und Walnüsse pflanzen.

Solange es mild bleibt, können auch noch die Zwiebeln von Frühblühern gesetzt werden. Blausterne, Winterlinge und Krokusse bereichern so den Garten im Frühjahr und helfen den ersten Insekten wie den Hummeln, schnell Nahrung zu finden. Dabei sollte man auf ungefüllte, möglichst naturnahe Sorten achten. Im Fachhandel gibt es auch die Wildarten.

Gartenmotor Komposthaufen

Komposthaufen sind das Rückgrat eines funktionierenden naturnahen Gartens. Sie nehmen die Reste des Gartens auf und wandeln sie mit Hilfe kleiner Bodenlebewesen und Mikroorganismen in feinen Humus um. Wichtig ist beim Komposthaufen die richtige Mischung. Blätter haben oft einen geringen Nährstoffgehalt und nicht alle Baumarten eigenen sich für den Kompost. Walnussblätter beispielsweise enthalten viele Gerbstoffe und sind schlecht geeignet. Mit etwas Geschick ist so ein Komposthaufen schnell gebaut. Bei richtiger Handhabung sind Rasenschnitt, Laub und andere Gartenabfälle bereits im Frühjahr verrottet und können als erste Pflanzennahrung verwendet werden. Im Herbst sollten alle Pflanzen im Garten auf mögliche Krankheiten hin untersucht werden. Findet man verdächtige Reste, sollte man sie nicht in den Kompost tun.

 

 

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Bunter Gaukler sucht Winterquartier

08.11.2017

Artikelbild

C-Falter

Wenn die Tage langsam kürzer werden, die Sonne sich rar macht und dicke Nebel über Wiesen wabern, ist dies ein untrügliches Zeichen des nahenden Herbstes. Der Herbst ist nicht nur die Zeit, in der viele Pflanzen ihr Wachstum drosseln, Säugetiere sich auf ihren Winterschlaf vorbereiten und Menschen den warmen Kamin der Terrasse vorziehen, sondern auch die Zeit, in der die bunten Gaukler des Sommers, die Schmetterlinge, sich auf den kommenden Winter vorbereiten. Um die kalte und dunkle Jahreszeit zu überstehen, haben Schmetterlinge unterschiedliche Strategien entwickelt. Während einige Gaukler, fast wie Zugvögel, eine lange und gefährliche Reise gen Süden auf sich nehmen, überwintern andere Falter hierzulande in verschiedenen Entwicklungsstadien. So findet sich etwa die Raupe des „Kleinen Feuerfalters“ im Winter gerne auf Blättern von verschiedenen Ampferarten. Andere Falter wiederum, darunter der „C-Falter“, der an einem hellen „C“ auf den Flügeln zu erkennen ist, verbringen den Winter als adulte Tiere im Verborgenen in den Scharten von grober Baumrinde.

Manche Schmetterlinge kommen als Puppe durch die frostige Jahreszeit. Um die bunten Gaukler mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen begrüßen zu können, sollten Gartenbesitzer ihren Garten deshalb vielseitig gestalten, da er so ausreichend Winterquartiere für die Schmetterlinge bereithält.

Häufig finden sich immer wieder Schmetterlinge, die mit den letzten Sonnenstrahlen durch geöffnete Fenster, Türen und Dachluken in Gebäude geflattert sind. Handelt es sich um Räume, die auch im Winter nicht beheizt werden oder um Dachböden, Keller oder Schuppen, so sollten die Tiere dort einfach belassen werden. Schmetterlinge können unproblematisch in unbeheizten Räumen überwintern und richten keinen Schaden an. Sehr viel problematischer verhält es sich, wenn die Schmetterlinge in Räumen gefunden werden, die beheizt werden müssen. Dann sollten sie sehr vorsichtig – etwa mit einem umgestülpten Glas und einem Blatt Papier – aufgenommen und umgesetzt werden. Sitzen die Tiere beispielsweise in einer Gardine, so ist es fast unmöglich, sie zu entfernen, ohne sie zu verletzen, weil die dünnen Beinchen zumeist Schaden nehmen. Nach der Entfernung sollten die Schmetterlinge dann in einen kühlen Raum gebracht werden. Voraussetzung für diesen alternativen Überwinterungsplatz ist allerdings, dass er bereits im zeitigen Vorfrühling wieder geöffnet wird, damit die Schmetterlinge ausfliegen können. Denn so mancher in guter Absicht auf einen kühlen Dachboden gebrachte Falter stirbt im Frühjahr, weil er keinen Ausschlupf findet.





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Für Igel heißt es derzeit „Futtern was das Zeug hält“. Denn bis die Temperaturen dauerhaft um den Gefrierpunkt liegen und sich auch die letzten die Tiere zum Winterschlaf zurückziehen, müssen sie sich den notwendigen Fettvorrat anfressen. Viele Igelfreunde fragen sich, was man im Herbst mit aufgefundenen und vermeintlich hilflosen jungen Igeln tun soll. Gerhard Eppler, Landesvorsitzendes Mehr

Herbstlicher Lebensspender

Eine Umfrage unter Bienen, Wespen und Schmetterlingen würde dem Efeu sicher allerbeste Beliebtheitswerte bringen. Blüht die Kletterpflanze doch erst, wenn sonst nur noch wenige Nektarquellen zur Verfügung stehen. Praktisch alles, was sechs Beine hat, kommt im Herbst hier vorbei.

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von Heinz Kowalski, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Ornithologie und Vogelschutz

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